Geschrieben von Konrad Jentzsch am 03.12.2025
Aron Dietrich:
Wo bist du überall musikalisch unterwegs und wie kamst du zur Musik?
Yannick Färber:
Zur Musik kam ich, indem ich an meinem ehemaligen Gymnasium angefangen habe, in den Keyboardklassen Keyboard zu spielen und gemerkt habe, dass mir das viel Spaß macht. Dann wünschte ich mir zu Weihnachten ein Keyboard und fing an, mir mit YouTube-Videos selbst etwas beizubringen. Irgendwann ging ich zur Musikschule und das war der Weg hin zur professionellen Musik.
Wo ich musikalisch unterwegs bin, hat sich vor allem durch das Studium stark verändert. Vorher war ich in der populären Musik beheimatet, aber durch das Studium habe ich angefangen, die klassische Musik lieben zu lernen. Ich würde aktuell sagen, dass das mein Hauptzugang ist, denn auch in der Freizeit höre ich hauptsächlich Musik vor 1900. Das ist, was mir musikalisch am meisten Spaß macht.
Aron Dietrich:
Wie kamst du zum Gesang und in welcher Stimmgruppe singst du?
Yannick Färber:
Das kam auch durch meine ehemalige Schule in Plauen, wo wir einen Schulchor hatten. Dort sang ich im Chor und eröffnete mir dadurch den Weg. Ich singe im Bass.
Aron Dietrich:
Seit wann bist du im Jugendchor und wie ergab sich das?
Yannick Färber:
Im Jugendchor bin ich seit Anfang des Schuljahres. Erstmals kennengelernt habe ich euch durch das vergangene Schulchorsymposium. Dann hatten wir mit dem Studiochor der Uni ein Projekt, wo ihr mit uns zusammen gesungen habt. Zu euch kam ich dann schließlich, weil Maximilian Schwarze und Hanjo Laabs ihre Chorassistenzstelle durch das Studium aufgegeben hatten. Ich hatte euch in guter Erinnerung als qualitativ sehr hochwertigen Chor und übernahm die Stelle. Die Erfahrung wollte ich gern mitnehmen.
Aron Dietrich:
Was gefällt dir an einem Schulchor allgemein und speziell an uns?
Yannick Färber:
Generell gefällt mir am Schulchor, dass es so viele Menschen gibt, die in ihrer Freizeit Zeit opfern, zusammenkommen und zusammen Musik machen. Was mir besonders gut hieran gefällt, ist, dass es wirklich eine große Anzahl an Menschen ist und dass Herr Röber einen Wert darauf lägt, nicht nur populäre Musik zu machen, sondern zum Beispiel ins Weihnachtsoratorium reinzuschnuppern oder Schütz zu singen. Das begeistert und fasziniert mich am meisten bei euch.
Aron Dietrich:
Wie motivierst du Schülerinnen und Schüler, denen es beispielsweise schwerfällt, in den Gesang hineinzufinden?
Yannick Färber:
Ich glaube, das Hauptkredo ist, dass die Personen sich an den Erfolgserlebnissen, die der Gesamtchor hat, hochziehen müssen. Da ist es vor allem wichtig, dass die Schüler, die schon länger im Chor sind und viele Jahre bereits mitsingen und sich sicher sind, die neuen mitziehen und symbolisch an die Hand nehmen. Über gelungene erfolgreiche Chorproben merken die Schüler dann, dass es eine coole Sache ist, im Chor zu singen, dass dabei gute Emotionen zustande kommen und dass es einfach Spaß macht. Das ist dann eine schöne Belohnung.
Aron Dietrich:
Mit welchem Essen würdest du den Jugendchor am besten beschreiben?
Yannick Färber:
Es ist weniger ein Essen, mehr eine Art der Zubereitung. Tapas trifft es ganz gut. Das ist eine bunte Mischung aus allem, aber ein gutes Endprodukt.
Aron Dietrich:
Gäbe es etwas, dass du gern mit unserem Chor machen wollen würdest, zum Beispiel ein spezielles Stück singen oder an einem bestimmten Ort auftreten?
Yannick Färber:
Ich glaube, es wäre interessant, ein Gesamtwerk mit euch einzustudieren, unabhängig welches. Das kommende Weihnachtskonzert ist zusammengesetzt aus verschiedenen Werken, aber ein komplettes Weihnachtsoratorium oder Mozarts Requiem oder Brahms Requiem wäre spannend. Fairerweise muss man sagen, dass man damit begeistern kann, dass populäre Musik dabei ist und dadurch viele kommen. Aber das Gefühl von einem ganz großen Werk, was alles dort dahintersteckt, wie viel Emotionen und Geschichte mit einem solchen Werk vermittelt werden kann, wäre sehr interessant.
